Gua Sha - Schabetechnik

Gua Sha ist eine Reiz-Therapie, bei der die Haut mithilfe eines Schabers besonders beansprucht und gereizt wird. Erst durch dieses Verfahren kommen Muskelknötchen in der Haut zum Vorschein, die so punktuell behandelt werden können.

 

Die Technik:

  1. Bevor die tatsächliche Reizmassage beginnt, wird der zu behandelnde Bereich eingeölt. Ich bevorzugen  Johanniskraut oder ähnliches Öl.
  2. Nun wird die abgerundete Kante eines Schabers (bei mir ein chinesischer Porzellansuppenlöffel),  auf die Haut gedrückt und über die Muskeln und Meridiane gezogen – so lange, bis durch die starke Reibung eine Hautrötung entsteht. Dadurch sollen die Lymphe aktiviert und Körperabfälle wie Schlacke aus dem Körper geleitet werden und gleichzeitig die Entspannung gefördert und das Immunsystem verbessert werden.
  3. Durch dieses Verfahren wird die Haut aber nicht nur oberflächlich gereizt: Es kann zur Qi und Blutstagnation kommen, Verhärtungen und Verklebungen im Gewebe, Petechien (punktuelle Blutungen) und Ekchymosen (fleckenartige Blutungen) können entstehen. Man erkennt sie an tiefroten, blutgerinselartigen Knötchen. Je dunkler sie erscheinen, desto mehr Giftstoffe befinden sich im Körper.
  4. Diese Gefäßveränderungen in der Haut werden nun vom Therapeuten punktuell ausmassiert, damit das Qi im Körper wieder fließen kann.

 

 

Was passiert nach der Behandlung?

Nach der Behandlung bleiben nicht nur blaue Flecken und Hautrötungen bis zu vier Tagen bestehen. Es passieren weiter Prozesse im Körper. Manche Patienten erzählen von einer leichten Müdigkeit, die sie überkommt. Deshalb ist es sinnvoll, sich nach der Behandlung etwas auszuruhen.

Ein weiterer Nebeneffekt: Glückshormone.

Patienten erzählen oft davon, dass sich ein paar Tage nach der Behandlung viel bessere Stimmung und Wohlbefinden einstellt. Durch die Entlastung des Stoffwechsel werden wieder vermehrt Endorphine ausgeschüttet, was diesen Effekt erklärt.

 

Anwendungsgebiete:

 

- Kopfschmerzen, insbesondere Migräne
- Muskel- und Sehnenschmerzen
- Verspannungen, akute Rückenschmerzen / Hexenschuss
- Fazialisparese
- Durchblutungsstörungen
- Gelenkbeschwerden (Arthrose, Arthritis, Steifheit, Schwellungen)
- Nervenschmerzen
- Asthma

Grundsätzlich kann man Gua Sha am ganzen Körper anwenden. Im Gesicht wird die Behandlung allerdings etwas sanfter durchgeführt als am Körper.

 

 Gua Sha ist nur in Kombination mit einer Massage zu empfehlen!